Am 27. Mai 1676 ist der Pfarrer und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt in Lübben verstorben. Seine Lieder singen Christen in aller Welt. An das große Schaffen und das Wirken Paul Gerhardts in Lübben wird zum 350. Todestag im Jahr 2026 mit Konzerten, Vorträgen und weiteren Veranstaltungen erinnert.
BEGINN: jeweils 17 Uhr (wenn nicht anders angegeben)
ORT: Paul-Gerhardt-Kirche Lübben (wenn nicht anders angegeben)
*TICKETS über Eventim-light, an Eventim-Vorverkaufsstellen oder an der Abendkasse
alle anderen Veranstaltungen: Eintritt frei, Spenden erbeten
Es erklingen von Johann Sebastian Bach Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565) sowie Präludium und Fuge h-Moll (BWV 544), die Orgelsonate d-Moll op. 65 von Felix Mendelssohn Bartholdy, der Choral h-Moll von César Franck sowie eine Improvisation zu einem Paul-Gerhardt-Lied.
Cornelia Ewald stammt aus Müncheberg. Nach dem A-Examen in Halle waren ihre beruflichen Stationen als Kantorin die Paul-Gerhardt-Kirche Lübben, das Staatstheater Cottbus (Chorassistenz) und die Kirchenmusikstelle an der Friedenskirche Berlin-Niederschönhausen. Neben ihrer Tätigkeit als Landessingwartin der EKBO arbeitet sie heute als Kirchenmusikerin mit dem Schwerpunkt Chorleitung an der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Berlin-Karlshorst.
Zuvor wird um 15.30 Uhr eine Kalligrafie-Ausstellung mit Paul-Gerhardt-Zitaten im Rathaus eröffnet.
Eintritt frei, Spenden erbeten
RÜCKBLICK
Erfüllt blicken wir auf die Eröffnung des Paul-Gerhardt-Gedenkjahres am Samstag zurück, die viel von dem bot, was wir uns für dieses Jahr erhoffen: dass die Menschen durch eine aktive Beschäftigung mit den Texten des großen Kirchenlieddichters ins Gespräch kommen.
Zu einem ganz besonderen Moment wurde das Orgelkonzert mit Cornelia Ewald, erinnerte doch unser Vorsitzender Werner Kuhtz daran, dass sie die Sanierung der Orgel ab 1996 maßgeblich mit auf den Weg gebracht hatte. Cornelia Ewald begeisterte nicht nur mit virtuosem und einfühlsamem Spiel, sondern auch mit einem ausgefeilten Programmblatt, das ein tiefes Eintauchen in die Musik ermöglichte – ganz dem Ansinnen dieses Jahres, durchs eigene Tun in eine Reflexion über Paul Gerhardts Werk und Wirken zu gelangen.
Allen Mitwirkenden aus der Stadtverwaltung, der Kirchengemeinde und insbesondere den Künstlerinnen und Künstlern sowie unseren aktiven Vereinsmitgliedern gilt unser herzlicher Dank!





Kreative Menschen aus Lübben und Umgebung sowie Schüler des Paul-Gerhardt-Gymnasiums haben kalligrafisch Paul-Gerhardt-Zitate gestaltet. Der Schaffensprozess und die Ergebnisse sind im Rathaus zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 24. Januar um 15.30 Uhr statt. Geöffnet während der Sprechzeiten des Rathauses.
RÜCKBLICK
Erfüllt blicken wir auf die Eröffnung des Paul-Gerhardt-Gedenkjahres am 24. Januar zurück, die viel von dem bot, was wir uns für dieses Jahr erhoffen: dass die Menschen durch eine aktive Beschäftigung mit den Texten des großen Kirchenlieddichters ins Gespräch kommen.
Wie herausfordernd das sein kann, beschrieb die Kunstpädagogin Karin Herms bei der Vernissage der Kalligrafie-Ausstellung. Sowohl Schüler als auch Erwachsene hatten sich in die Kunst des Schönschreibens eingefuchst – mit viel Willensstärke, wie sie sagte. Denn es sei gar nicht so einfach, mit Feder und Tusche umzugehen. Der persönliche Erfolg, der daraus erwuchs, war den Werken anzusehen. Vielgestaltig kamen die Zitate aus der Feder Paul Gerhardts daher: mal auf einen Halbsatz oder Buchstaben reduziert, mal in ihrer ganzen Fülle. Die Besucher konnten sich in diese reduzierte und zugleich kunstvolle Form des Wortes vertiefen und die Gerhardtsche Dichtung neu entdecken.
Einige Gäste sprachen über ihre Erwartungen an das Jahr, das eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Erbe des Lübbener Pfarrers bringen möge – und vor allem eine Reflexion darüber, in welcher kriegvollen Zeit er gelebt hatte und wie sehr daraus der Auftrag an uns erwächst, Frieden zu halten. Man wolle aber auch, sagten andere, ein guter Gastgeber sein – und selbst ein wenig „Kirchentagsfeeling“ erleben, etwa beim Landesposaunentag.
Allen Mitwirkenden aus der Stadtverwaltung, der Kirchengemeinde und insbesondere den Künstlerinnen und Künstlern sowie unseren aktiven Vereinsmitgliedern gilt unser herzlicher Dank!









Mit der Johannes-Passion erklingt eine von zwei vollständig erhaltenen Passionsmusiken von Johann Sebastian Bach. Das Werk wird von verschiedenen Dirigenten als ungeheuer wirkmächtig, lautmalerisch und intensiv beschrieben. Es gibt den Evangelienbericht des Johannes über die Gefangennahme Christi bis zu dessen Begräbnis wieder. Choräle und frei gedichtete Textteile, die Gefühle über das Gehörte widerspiegeln, ergänzen das Werk. Die starke Bildhaftigkeit des Werkes wird regemäßig in szenischen Aufführungen wiedergegeben.
Gesamtleitung: Andreas Jaeger
Choreinstudierung: Andreas Jaeger, Johannes Leonardy
Projektchor des Kirchenkreises Niederlausitz
Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg
RÜCKBLICK
Was für eine Kraft liegt in dieser Geschichte des Leidensweg Jesu – unendlich verstärkt durch die hoch emotionale Harmonik in der Bachschen Vertonung der Johannes-Passion! Dargeboten haben sie heute rund 100 Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Kirchenkreis Niederlausitz unter der Leitung von Andreas Jaeger, die Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg unter Wolfram Korr und die unglaublichen Solisten Nadja Merzyn, Dörthe Haring, Shimon Yoshida, Philipp Kaven und Ingo Witzke.
Was da in nur wenigen Proben zusammengewachsen ist, berührte die Herzen des Publikums ebenso stark wie das Libretto und die wundervolle Musik. Es war, als wäre man den Leidensweg Jesu selbst mitgegangen, so tief ging die Aufführung!
Unser herzlichster Dank gilt allerdings nicht nur allen musikalisch Mitwirkenden, sondern den fleißigen Helfenden im Hintergrund – ob beim Bühnenauf- und abbau, fürs und am Büfett, an der Kasse und bei der Werbung! Ihr wart fantastisch!
Hier geht’s zu einem Bericht des Kirchenkreises Niederlausitz.














Im Wappensaal Schloss Lübben eröffnet am 12. März um 17 Uhr das Stadt- und Regionalmuseum eine Sonderausstellung zu Paul Gerhardts Leben und Wirken in Lübben sowie zu seinen Zeitgenossen und Wegbegleitern.
Die Eröffnung wird von der Evangelischen Grundschule, dem Chor der Kreismusikschule und dem Theaterprojekt „Nun steh ich“ umrahmt.
RÜCKBLICK
Bühne frei für eine feine Theaterminiatur! Am 12. März, dem 419. Geburtstag von Paul Gerhardt, wurde ein Ausschnitt aus der Theaterproduktion „Nun steh‘ ich“ als Teil der Vernissage zur Ausstellung über den großen Kirchenlieddichter Paul Gerhardt im Museum Schloss Lübben gezeigt.
Wir haben uns sehr gefreut, zu einer vielfältigen Ausstellungseröffnung beitragen zu dürfen und Lust auf mehr Geschichten aus Paul Gerhardts bewegtem Leben und über sein großartiges Schaffen zu machen! Viele Gäste waren von der Perfomance sichtlich bewegt – „Gänsehautmoment“ war eines der meistgehörten Worte nach der Aufführung! Das wiederum hat uns sehr bewegt und gezeigt, dass die freie, assoziative und performative Form der Auseinandersetzung mit Paul Gerhardt ihren Platz in Lübben gefunden hat.
Die Ausstellung im Museum zeigt Paul Gerhardts Leben und sein Wirken in Lübben, aber auch die Stadt im 17. Jahrhundert. Sie hält echte historische Highlights als Leihgaben bereit, was die Herzen der Experten höher schlagen lässt, darunter der Abendmahlskelche, den Paul Gerhardt benutzt hat… Aber auch weniger Kundige werden in dem Panorama über die damalige Zeit Spannendes entdecken. Außerdem gibt es eine Hörstation, natürlich mit Paul-Gerhardt-Liedern, und ein Mitmach-Video für fröhliche Tulipan…








Die Jazz-und Popsängerin Sarah Kaiser bringt am 14. März Paul-Gerhardt-Lieder im neuen Gewand in die Kirche. Die gebürtige Berlinerin hat zwei Alben mit neuen Interpretationen bekannter und weniger bekannter Lieder von Paul Gerhardt über 30.000 Mal verkauft und tourt seit über zwei Jahrzehnten mit diesen Songs durch Deutschland und die ganze Welt. Groovig-gefühlvolle Arrangements bekannter Klassiker heute mal ganz anders, begleitet von ihrer exzellenten Band.
RÜCKBLICK
Ein großartiges Konzert haben Sarah Kaiser & Band nach Lübben gebracht: Es war mitreißend, bewegend und ging mitten ins Herz! Sie zeigten, wie wunderbar Jazz und Paul Gerhardt zusammenpassen und wie sehr dies zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitwippen animiert. Sarah Kaiser hat ihrem Publikum ihren ganz persönlichen Weg und Zugang zum Werk Paul Gerhardts vermittelt und erzählt, in welchen Lebenssituationen welche Liedtexte eine besondere Rolle gespielt haben.






Im 350. Todesjahr unternehmen die fünf Sänger von amarcord eine Annäherung an den Menschen Paul Gerhardt durch den Spiegel der Musik. Als ehemalige Thomaner von klein auf mit den Gerhardtschen Chorälen vertraut, malen die Sänger ein atmosphärisches Bild der Zeit aus Glaubenstrost, Kriegsleid und Lebensfreude – und erweisen einem Mann die Reverenz, der bis heute relevant und durch sein Schaffen lebendig bleibt.
Mit Werken von Zeitgenossen wie Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und Johann Michael Bach, den protestantischen Urvätern Martin Luther und Johann Walter sowie Josquin des Prez und Komponisten unserer Tage: Bernd Franke, Ivan Moody, Robert Pohlers und natürlich Johann Sebastian Bach.
Das Vokalensemble amarcord gründete sich 1992 aus Mitgliedern des Leipziger Thomanerchors. Heute ist amarcord mit Wolfram Lattke, Robert Pohlers, Frank Ozimek, Daniel Knauft, Holger Krause in der Welt der Vokalensembles ein fester Begriff.
RÜCKBLICK
Die Konzertanfrage aus Lübben zum Paul-Gerhardt-Jahr hat das Vokalquintett amarcord dazu inspiriert, ein ganz besonderes Programm zu entwickeln: eine Annäherung an den Menschen Paul Gerhardt durch den Spiegel der Musik. Somit haben die fünf Herren in 33 Jahren amarcord gestern nicht nur ihre Premiere in Lübben gegeben, sondern auch die Erstaufführung dieses Programms.
Einem Tagebuch gleich, so Bass Daniel Knauft, wurden Werke ausgewählt, die ein Panorama der Zeit entwarfen: von Lebensfreude bis Todespein, von Krieg und Zerstörung bis Trost und Zuversicht. Paul Gerhardts Dichtung vereint all diese Widersprüche und offenbart einen tiefen christlichen Glauben, dem das Publikum im gestrigen Konzert nachspüren konnte.
Dabei stand der Mensch Paul Gerhardt im Mittelpunkt, nicht die theologische Deutung seiner Texte. Besonders plastisch wurde das in dem Programmteil, in dem – in Anlehnung an das Bauernkriegspanorama des Leipziger Malers Werner Tübke – ein musikalisches Gemälde der Zeit im 17. Jahrhundert entworfen wurde – mit all ihren Widersprüchlichkeiten und Gleichzeitigkeiten von Freude und Trauer. Beeindruckt hat auch die Komposition von Tenor Robert Pohlers, die Zitate aus Paul-Gerhardt-Liedern miteinander verband. Bass Holger Krause rezitierte zwischen den Blöcken selten gehörte Texte, die das Erleben der Musik vertieften.
Am Schluss gab es Standing Ovations – nicht nur dafür, dass mit amarcord eins der renommiertesten und weltweit gefeierten Vokalensembles nach Lübben gekommen war, sondern vor allem für die eben erlebte tiefe Auseinandersetzung mit dem Menschen, der in der Paul-Gerhardt-Kirche begraben ist.
Wir freuen uns und sind stolz, dass amarcord sich von diesem Anlass zu diesem Konzert inspirieren ließ und dass so viele Menschen selig-erfüllt aus der Kirche nach Hause gegangen sind. Mit seinen Texten, so das Fazit des Ensembles und des Konzerts, bleibt Paul Gerhardt lebendig und relevant.






Im Barock galten Tulpen als Luxusgut. Mitte des 17. Jahrhunderts gelangten sie in den kurfürstlichen Berliner Lustgarten. Auch in Paul Gerhardts Lied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ kommt die Tulpe vor. Dort heißt es: „Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide“. Aber lobt der Dichter wirklich nur die Schönheit der Natur? Oder hält er dem Prunk liebenden Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. mit der Anspielung auf König Salomo den Spiegel vor?
Über diese und weitere Fragen spricht Susanne Weichenhan (Pfarrerin i.R:, Vorstandsmitglied der Paul Gerhardt Gesellschaft e. V.). Umrahmt wird der Vortrag mit ausgewählten Vertonungen dieses und anderer Lieder von Paul Gerhardt
Mitwirkende:
Susanne Weichenhan (Vorstandsmitglied Paul-Gerhardt-Gesellschaft e.V.)
Luckauer Kammerchor Cantemus, Leitung: Hardy Schulze
Eintritt frei, Spenden erbeten
mit Mittagsandachten werktags um 12 Uhr: Die Mittagsandacht in der Paul-Gerhardt-Woche bietet 20 Minuten Besinnung bei Orgelmusik und einem gemeinsam gesungenen Paul-Gerhardt-Lied.
18.30 Uhr Andacht mit Vorstellung des restaurierten Porträts des Kirchenlieddichters
Anlässlich des 350. Todestages Paul Gerhardts sendet der rbb ab 10 Uhr einen Rundfunkgottesdienst aus der Paul-Gerhardt-Kirche Lübben.
Nach dem Rundfunkgottesdienst lädt die Stadt Lübben ab 11 Uhr zu einem Denkmalfest am Paul-Gerhardt-Denkmal vor der Kirche ein – mit kleinen Ständen und kulturellen Beiträgen aus der Stadt.
Das Hermann Ober Ensemble der Neuapostolischen Kirche bringt Paul-Gerhardt-Texte aus unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen und Zeitepochen zu Gehör. Kaum ein Name steht so für die Entwicklung, Pflege und Förderung der Kirchenmusik innerhalb der Neuapostolischen Kirche, wie der des Komponisten, Texters und Musikverlagsmitarbeiters Hermann Ober (1926–2006). Hermann Ober hatte die kirchliche Musik in einer großer Bandbreite im Blick. Ihm war sowohl die Förderung der basisbezogenen, gemeindeorientierten Anliegen, als auch die Entwicklung qualitativer musikalischer Aspekte wichtig. Die Werke werden interpretiert durch namhafte Künstler*innen aus dem Raum Berlin/Brandenburg. Die Gesamtleitung hat Volker Hedtfeld.
Unter dem Motto „Mit Herz und Mund“ musizieren rund 500 Bläser*innen aus dem gesamten Gebiet der Landeskirche. Programm:
Freitag, 18 Uhr – Serenaden in den umliegenden Dörfern
Freitag, 20 Uhr – Konzert mit Hauptstadtblech und Jürgen Hahns Special Little Big Band, Paul-Gerhardt-Kirche
Freitag, 22 Uhr – Gemütliches Beisammensein an der Paul-Gerhardt-Kirche
Samstag, 10 Uhr – Eröffnung mit Andacht + Probe, Marktplatz
Samstag, 13:30 Uhr – Platzkonzerte | diakonisches Blasen | Kahnfahrt, überall in Lübben
Samstag, 16 Uhr – Festmusik, Marktplatz
Samstag, 19-22 Uhr – Konzertnacht mit verschiedenen Ensembles des Posaunendienstes, Paul-Gerhardt-Kirche
Sonntag, 11 Uhr – Festgottesdienst (Predigt: Bischof Dr. Christian Stäblein), Marktplatz
Eva Zeller, Jahrgang 1923, dichtete schon 1989 über den evangelischen Dichter Paul Gerhardt. Es sei eine Art Zwiegespräch mit dem großen Liederdichter entstanden, urteilte Bischof Wolfgang Huber 20 Jahre später. 2011 veröffentlichte sie einen weiteren Gedichtband mit Bezügen zu Paul Gerhardts Werk.
Eva Zeller lebte bis 1958 in der DDR, danach sechs Jahre im heutigen Namibia und zog anschließend in die Bundesrepublik. Neben einer Reihe von Lyrikbänden hat sie Kinderbücher, Romane, Erzählungen, Hörspiele und Essays veröffentlicht. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt sie 2007 den Paul-Gerhardt-Preis der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.
Pfarrerin Susanne Weichenhan spürt dem Werk beider nach, begleitet auf der Orgel von Johannes Leonardy.
Eintritt frei, Spenden erbeten
Mehr als 20 Laiendarsteller und Sänger haben sich unter der Leitung von Jule Torhorst (Regie) und Hardy Schulze (Musik) mit dem Leben, Schaffen und Wirken des großen Kirchenlieddichters und Pfarrers Paul Gerhardt, der in Lübben begraben ist, auseinandergesetzt. Die Ausstattung stammt von Neïtah Janzing. Herausgekommen sind perfomative und szenische Elemente, die sich mit den Themen Glaube, Krieg, Hoffnung, aber auch mit Lebensstationen von Paul Gerhardt beschäftigen und neben Liedzeilen auch Texte beinhalten, die die Teilnehmenden selbst geschrieben haben. Eigens für das Stück hat Hardy Schulze neue Kompositionen geschrieben, Mitspieler Matthias Alward brachte weitere Szenenkompositionen ein.
Es sei ein deutschlandweit einzigartiges Projekt, urteilten Susanne Weichenhan und Reinhard Mawick von der bundesweit agierenden Paul-Gerhardt-Gesellschaft. „All das, was Paul Gerhardts Dichtung ausmacht, hat in dem Stück stattgefunden“, sagte Susanne Weichenhan, die viele Jahre Pfarrerin an einer weiteren Lebensstation Paul Gerhardts war, nämlich in Mittenwalde.
TICKETS in Kürze verfügbar
mit Mittagsandachten werktags um 12 Uhr: Die Mittagsandacht in der Paul-Gerhardt-Woche bietet 20 Minuten Besinnung bei Orgelmusik und einem gemeinsam gesungenen Paul-Gerhardt-Lied.
Im Wappensaal Schloss Lübben spricht die Germanistin Sabine Schlegelmilch über Paul Gerhardts Zeigenossen und Freund Martin Weise (1605–1693). Er kam 1605 als Sohn eines Lübbener Ratsherren auf die Welt. Er studierte Medizin und wurde Leibmedicus des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Er war Freund und Zeitgenosse Paul Gerhardts und wurde Pate von dessen Tochter. Der Vortrag zeichnet die Bezüge zwischen den beiden Freunden und ihren Lebensstationen zwischen Lübben und Berlin nach.
Eintritt frei, Spenden erbeten
Ab 19 Uhr bringen das Junge Märkische Kammerorchester und ein erfahrener Kammerchor unter der Leitung von KMD Fabian Enders geistliche Werke aus verschiedenen Epochen zu Gehör, darunter Vertonungen von Paul Gerhardt.